Was bildet sich BILD eigentlich ein?
Das Ganze hat zwar nichts mit Strafrecht zu tun, aber die BILD möchte ich noch nicht einmal geschenkt. Ich bilde mir meine Meinung auf anderen Wegen.
Wie der Axel Springer Verlag selbst vollmundig hier seienen Werbepartner ankündigt, will er Deutschland aber offensichtlich sein Meinungsbild aufzwängen und am 23.06.2012 an alle Haushalte in Deutschland eine kostenlose Sonderausgabe des Blättchens verteilen. Dabei wird (wohl leider zu Recht) keine Rücksicht auf sog. "Werbeverweigerer" genommen werden müssen. Der Aufkleber "Bitte keine Werbung einwerfen" wird also nichts helfen.
Allerdings kann man dem Axel Springer Verlag die Zustellung der kostenlosen Ausgabe untersagen. Das dürfte zu ganz erheblichen logistischen Problemen führen, insbesondere dann, wenn genug Haushalte sich gegen die Zustellung wehren. Erfolgt diese dann nämlich trotzdem, bestünden entsprechende Unterlassungsansprüche die mittels kostenpflichtigen Abmahnungen oder Klagen durchgesetzt werden könnten. Die ganze Angelegenheit könnte für die BILD dann ziemlich teuer werden. Der Kollege Andreas Schwartmann hat dankenswerter Weise ein Musterschreiben ins Internet gestellt. Ich werde ein daran angelehntes Schreiben absenden, denn die Meinung der BILD tangiert mich allenfalls peripher.
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